Rezension: Falsche Götter – Horus Heresy II

Nachdem mich der erste Band der Horus Heresy sehr beeindruckt hat, habe ich mich nun auch um den zweiten Teil bemüht und rezensiere Falsche Götter. Das Buch schließt nahtlos an den ersten Band an und führt die Geschehnisse im WH30K weiter.

Die Fakten

416 Seiten

Preis: ~8,00 €  //  Preis pro Seite: 2 Cent

Erschienen: April 2014

Autor: Graham McNeill

Dauer des Hörbuchs: 14,5 Stunden (2019)

Inhalt

Wieder einmal geht es um den Captain der Lunar Wolves, Garviel Loken, der in der größten Verschwörung der Galaxie den klaren Kopf behält. Nachdem die Xenosrasse auf dem Planeten Mord ausgelöscht wurde und weitere Kriege die Expeditionsflotte in das Interex-System führt, spitzen sich die Ereignisse zu. Die Space Marines werden zum ersten Mal mit dem Chaos konfrontiert und müssen sich in einer sumpfigen Landschaft gegen Zombies von Nurgle durchsetzen. Dabei kommt es zu einem folgen schweren Fehler, als der Kriegsherr Horus Lupercal von einer Klinge verwundet wird und zusammenbricht.

Dramatische Ereignisse

Eigentlich sollte die Genetik und die neuen Organe eines Space Marines dazu in der Lage sein, jedes Gift zu neutralisieren. Horus als oberster Primarch jedoch siecht ebenso durch das tödliche Toxin dahin und kann nur für gewisse Zeit von den Medicae am Leben erhalten werden. In ihrer Wut und Trauer um ihren Ordensführer und Primarchen schlachten sich die übrigen Lunar Wolves durch die umherstehenden menschlichen Zivilisten auf dem Flaggschiff Geist der Rachsucht. Die an Bord anwesenden Memoratoren und Geschichtsschreiber beginnen daraufhin zu Zweifeln und es entstehen Fronten an der Tugend der Space Marines.

Ein Ordenspriester der Bruderlegion Word Bearers, Erebus, kann allerdings von einem Heilmittel auf dem Planeten Davin berichten. Ohne lange zu überlegen wird Kurs gesetzt und die Flotte bricht auf.

Religion und Vernunft

Hier soll die Religion und Götzenverehrung weiterhelfen. Bevor Horus an dem Gift stirbt, lassen sich die Space Marines und viele weiterhin treu ergebene Menschen auf die Priester auf Davin ein. Damit schwören sie all dem ab, was sie seit dem großen Kreuzzug eigentlich bekämpfen sollten. Aufklärung in das dunkle Imperium bringen war ihre Aufgabe, nun jedoch tun sie alles um das Leben von Horus Lupercal zu bewahren. Als dieser sich wieder erhebt, ist es um die Legion geschehen und die falschen Götter haben ihr Ziel erreicht!

Aus den Lunar Wolves werden die Sons of Horus, sie legen ihren alten Namen ab…

Kritik

Auch hier gilt vieles aus meiner ersten Rezension zu Band 1. Nachdem wir im ersten Buch die Protagonisten kennengelernt haben, können wir miterleben wie aus dem ehrenhaften Krieger der skrupellose Planetenverschlinger wurde. Wir sehen wie Horus von den 4 Chaos-Göttern versucht wird und sich letztendlich ihnen anschließt. Welche Rolle dabei die Word Bearers spielen wird noch nicht ganz klar. Zwar ist Erebus der Stein des Anstoßes und er kann den Primarchen auch gegen seinen Bruder Magnus den Roten aufhetzen, doch in wie fern er allein gehandelt hat oder auf Befehl von Lorgar, wird nicht geklärt. Am Ende kippt mir der Kriegsherr leider zu schnell um. Es braucht nach seiner Auferstehung nur ein Fingerschnippen und er gehorcht den Göttern, die er vorher noch nicht kannte.

Das Buch ist sehr stark mit Mystizismen angehaucht, was ich generell nett finde und viel Flair versprüht. Die Charaktere sind stimmungsvoll und gut präsentiert. Ich bin zufrieden mit dem Buch, allerdings kann es gegen Band 1 oder auch den nachfolgenden dritten Teil nicht ganz mithalten. Spätestens mit Galaxis in Flammen und dem Fall von Istvaan III wird allerdings die Horus Heresy zu dem ganz besonderen Goldstück.

 

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