Rezension: In eisiger Tiefe – Ciaphas Cain Reihe

In eisiger Tiefe: Da Games Workshop aktuell einen Roman nach dem anderen herausbringt, muss ich mein Lese-Pensum etwas anheben. Kurz nach Cain Teil 1 folgt sogleich der zweite und dritte Band. Das Thema ist für Frosty prädestiniert, daher stürzen wir uns sogleich ins ewige Eis mit den Valhallanern.

Die Fakten

284 Seiten

Preis: 13 €   //   Preis pro Seite: 5 Cent

Erschienen: September 2019

Autor: Sandy Mitchell

Planet Simia Orichalcae

Zunächst dachte ich bei dem Titel des Buches an eine Schlacht unter dem Meer, doch dem ist nicht so. Schon beim Lesen des Teasers wird uns klar gemacht, dass wir uns gemeinsam mit Cain in den Kampf gegen Orks stürzen. Während wir also mit einem Entsatztrupp der Valhallaner eine Fabrik halten und mehr über diese Spezies lernen, entdeckt Cain eine weitere Gefahr unter dem Eis, die all seine Sinne abverlangt.

Tunnelinstinkte

Da der Kampf in einem Schützengraben aus Eis wenig Spannung auf Dauer verspricht, schickt uns der Autor Mitchell in die Gruben der Promethiumfabrik, nachdem dort Minenarbeiter verschwanden. Was zunächst nach einer einfachen Erkundung aussieht und sich alsbald lösen lässt, werden mehr und mehr Probleme offenbart. Als eine weitere Xenosspezies sich dem Krieg auf dem Eisplaneten anschließt und gegen beide Seiten kämpft, kann Cain nicht einmal mehr seinen eigenen Leuten trauen. In eisiger Tiefe ist ein Feuerwerk von Erkundung, Kampf, Intrigen und Verrat.

Kritik

Wie auch im letzten Buch bin ich erneut erstaunt, wie es Mitchell schafft, das Schlachtfeld mit fein dosierter Politik zu würzen. Cain ist wie auch schon im ersten Band “Für den Imperator” kein einfacher Kommissar, der bei der ersten Gelegenheit Menschen erschießt um die Moral zu verbessern. Er ist ein Held und Mann des Volkes, seine Einheit vertraut ihm. Es macht Spaß mit ihm mitzufiebern und hoffen er möge überleben. Leider ist die Lösung wie auch schon zuvor des Öfteren die gleiche: Eine Melterwaffe…

Dennoch gibt es zahlreiche Wendungen, die seinen Verstand und sein Xenoswissen abverlangen. Humor hat das Buch erneut mit den prosaischen Einwürfen seiner Unteroffizierin, die in gestelztem Satzbau von der Front berichtet. Der Bericht ist wie immer Kommentiert von einer befreundeten Inquisitorin von Cain, die allerlei unnütze Fakten einstreut und zu erheitern vermag.

Die Orks

Ich konnte den Xenos nie wirklich viel abgewinnen und muss ehrlich sagen, dass sie gemeinsam mit den Eldar damals der Grund waren, wieso ich mich so lange geweigert habe, mich ins WH40K einzulesen. Orks gehören in die Reiche der Fantasy, ebenso wie Elfen. Sie haben keine Schusswaffen und bereisen keine Planeten in Raumschiffen. In eisiger Tiefe hat mir die Orks zwar näher gebracht, jedoch denke ich weiterhin, dass ihr Powerlevel zu hoch angesetzt ist für meinen Geschmack.

 

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