Rezension: Schwarzer Kreuzzug

Ich habe in der Vergangenheit die anderen Grundregelwerke zur Welt von Warhammer 40K gelesen und einige auch rezensiert. Wer einen Überblick braucht, dem seien hier die Frostcast Folgen dazu anempfohlen. Nun betrachten wir den Schwarzen Kreuzzug und versuchen mal, ob wir hier auch “die Bösen”TM spielen kann. Ob das gelingt oder nicht, verrate ich euch hier: Schwarzer Kreuzzug!

Die Fakten

450 Seiten

Preis: 50 €   //   Preis pro Seite: 11 Cent

Erschienen: Februar 2013

Autor: S. Stewart

Was mal ein Kreuzzug werden will…

Das Buch generell macht Spaß zu lesen. Ich denke, dass es nicht das erste Grundregelwerk sein sollte, wenn ihr euch mit WH40K beschäftigt, aber als viertes zusätzliches Buch ist es eine nette Erweiterung. Nach Schattenjäger, Freihändler und der Death Watch ist der Erzähler nun Teil des Chaos und beschreibt all die Dinge aus den Vorgängern erneut mit anderer Sichtweise. Das unser Imperium tyrannische Tendenzen ausweist ist keine Neuigkeit, doch wie befreie ich mich nun aus den Ketten des Feudalismus?

Gefallene Krieger

Zur Auswahl stehen uns Space Marines oder Kultistinnen. Die möglichen Archetypen sind sehr begrenzt und auch wieder getrennt nach Mensch / Astartes. Die abgefallenen Orden werden dabei nicht wirklich weiter erläutert, es wird davon ausgegangen, dass ihr die World Eater oder Alpha Legion kennt. Was genau ein Häretik des Adeptus Mechanicus ist, wird ebenso kaum beleuchtet. All diese Dinge standen bereits in früheren Werken des Pen and Paper WH40K Universums und werden nicht wiederholt. Daher muss ich das Buch als Fortsetzung ansehen, auch wenn es ein allein stehendes Grundregelwerk sein will…

An der Seite der Primarchen?

Neben Regelerklärungen des BRP Systems mit einem 100-seitigen Würfel und einem Monster- und Feindkapitel ist natürlich auch wichtig, wie die Gruppenzusammenstellung aussieht. Von einem schwarzen Kreuzzug ist zunächst nicht viel zu sehen. Die Spieler dürfen mit einer Horde aus grob 10 Kultistinnen umher vagabundieren und Ruhm für die Chaosgötter sammeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie Nurgle, Tzeentch oder das ungeteilte Chaos anbeten. Sie werden einfach zusammen geworfen. Wie das gelingen könnte, wird im Buch beschrieben, da sich die Autoren im Klaren darüber sind, dass es schwierig wird die Interessen durchzusetzen. Die übrigen 10.000 oder noch mehr Krieger müssen nach und nach rekrutiert werden, doch dies kostet uns Heimlichkeit auf imperialen Planeten.

Zurück zu Altbewährtem

Wo wir letztendlich spielen, ist ebenso uns überlassen. Das Buch stellt zwar einen Wirbel am Randgebiet vor, doch auch die drei Regionen der anderen GRW sind gut möglich. Der Wirbel verknüpft all die drei Gebiete miteinander, sodass er auch neue Anregungen für nette Plots der Imperiumsgetreuen liefert. Mit einer Streitmacht in den Wirbel vorrücken und einzelne Planeten erobern am Rand oder aber verderbte Raumschiffe, die von dort ausgewürgt und untersucht werden.

Kritik

In meinen Augen ein Band für Liebhaber und Kenner. Nichts für Neueinsteiger und auch der Spielwert ist gering. Es macht viel mehr Spaß zu lesen oder als Ergänzung des Calixis-Sektors. Das Abenteuer am Ende gibt wie immer einen kleinen Vorgeschmack auf das was kommen mag, doch ich spiele lieber erst 5-6 Jahre Schattenjäger und Deathwatch oder das englische “Only War” als das ich den schwarzen Kreuzzug anrühre. Für mich dennoch kein Fehlkauf, weil ich grob wusste was mich erwartet. Daher noch 12 Punkte und den Stempel “Für Fans”.

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