Rezension: Die Todgeweihten – Straflegion 13

Eine neue Reihe, eine neue Wahnsinnsfahrt. Bisher sind zwei Teile zu den Todgeweihten herausgekommen und ich wollte mir ansehen, ob dies etwas für mich wäre. Nach zahlreichen Inquisitions-, Kommissar- oder Astartesromanen begleiten wir hier die normale Armee. Mein Resümee ist allerdings vernichtend und ich habe mich sehr durch das Buch gequält, wieso erfahrt ihr hier…

Die Fakten

298 Seiten

Preis: 13,00 €  //  Preis pro Seite: 4 Cent

Erschienen: Juni 2020

Autor: Gav Thorpe

 

Schwerverbrecher und Ketzer

Zunächst die Prämisse: Eine Bande von 400 Gefängnisinsassen wird in einen Raum gesperrt, mit einem Raumschiff von Planet zu Planet geflogen und es werden Waffen ausgegeben. Das war’s dann auch. Mehr steckt nicht dahinter.

Vielleicht doch mit Inquisition?

Der Plot klingt ziemlich lahm, doch vielleicht können wir das Ganze ja mit einem spannenden Metaplot würzen. Vielleicht will die Inquisition ja nur die Besten der Besten der Besten haben? Was auf Seite 3 im Buch angedeutet wird, bleibt exakt so stumpf.

Und was ist mit coolen Xenos?

Ja, richtig schöne Xenoskrieger würden doch Spaß machen! Nur leider ist es ein Monster of the Week, bzw. ein Planet alle 20 Seiten, danach wird wieder gewechselt und der nächste Einsatz wartet. Die Völker wie Orks, Dark-Eldar, Tyraniden oder Chaoskultisten bekommen schlicht keinen Charakter. Sie sind einfach nur da und töten die übrigen der 400. Moment, jetzt sind es noch 100. Schon wieder 40 weniger…

Wie wäre es denn mit richtig interessanten Kriminellen?

Das Herzstück sollte dann ja normalerweise der Protagonist sein oder? Wenn die Planeten nicht spannend sind, die Xenos egal bleiben und es keinen richtigen Plot gibt außer “Töten”. Leider Fehlanzeige. Weder der erzählende Protagonist (1. Person, Präsens) noch seine Kameraden bekommen ein Gesicht. Es interessiert einfach nicht, wenn Nachnamen gerufen werden, die grade gefallen sind oder deren Bein abgesprengt wurde.

Kritik

Vernichtend. Schwächstes Buch der Black Library in meinen Augen bisher. Ich bin überhaupt kein Fan von einer Erzählung im Präsens, aber das kann Geschmackssache sein. Nur würde ich mich freuen, wenn es dann auch bei einer Zeit bleibt und man nicht random mitten im Buch in zwei Kapitel das Präteritum benutzen würde. Meine Kritik ist kurz und runtergebrochen, aber im Kern kann man wenig mehr zu dem Buch sagen. Am Ende gibt es noch kurz einen Maschinenpriester, der interessant werden könnte, nur dann sehr schnell wieder stirbt und aus die Maus. Das großartige Ende deutet noch an, dass das nächste Buch der Reihe den gleichen Quatsch nochmal macht und schickt den letzten überlebenden Protagonisten in den nächsten Trichter. Höchstwahrscheinlich werden neue 400 Soldaten in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und geschaut wer überlebt. Aber hier bin ich raus. Ich habe nur nicht abgebrochen, damit ich diese Rezension schreiben kann. Punkte erspare ich mir hier mal. Lest lieber Horus Heresy oder Ciaphas Cain

Rezension: Alpha Legion – Geheimnisse und Lügen – Horus Heresy VII
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