Wintersturm #12 – Physische Gewalt im Rollenspiel

Gewalt im Rollenspiel: Hey Martin, würfel mal Attacke. Sehr gut, du hast getroffen, dann kannst du jetzt Schaden machen, er konnte nicht Parieren. Ausgezeichnet, 14 Trefferpunkte verursacht am Linken Oberarm. Wir ziehen die Rüstung ab und er bekommt 11 Schadenspunkte. Das ist eine Wunde, die er nicht ignorieren kann. Okay, dann bist du dran Tobi.

Gewalt im Pen and Paper und deren Beschreibung

Grognar der Barbar sprang über die Balustrade und ging in Deckung. Der Pfeil hatte sich direkt in seine Lunge gebohrt und er hörte das Rasseln der Luft in der brennenden Wunde. Stecken lassen, würde er an seinem eigenen Blut ertrinken. Sterne tanzten vor seinem Auge und er verkniff sich die Ohnmacht und die aufkommende Übelkeit. Mit einem letzten Sturmangriff durchbrach er die Deckung, der Bogenschütze musste nachladen und Grognar nutzte die Pause. Er stach sein Schwert brutal von oben durch das Schlüsselbein und zog mit einem widerlichen Schmatzen die Knochen auseinander. “Wie schmeckt dir die Medizin?” brüllte er dem Feind ins Gesicht und Spuckefäden landeten auf der Stirn des Kontrahenten. Er brach zusammen…

Physische Brutalität

Heute reden wir über Gewalt im Rollenspiel. In diesem Zweiteiler soll es zunächst um physische Verwundung gehen. Was ist Gewalt? Ordnung oder Chaos? Zwang und Veränderung, das Lösungsmittel für einen Konflikt. Wie gehen wir damit im Rollenspiel um und welche Genre-Konventionen entscheiden über die Beschreibung? Dungeons and Dragons bedient ein anderes Medium als Warhammer. Action Adventure vs. Grim and gritty. Viel Spaß wünschen wir euch bei der Folge 12: Gewalt im Rollenspiel. Falls euch die Diskussion gefällt, dann hört euch auch die anderen Podcast von uns und dem Wintersturm an.

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Die Musik wurde mir freundlicherweise von Erdenstern zur Verfügung gestellt: Musik komponiert von Andreas Petersen  

Ein Kommentar

  1. Ihr meint, dass Kampf nicht bis zum Tod selten vorkommt, weil es keine Regeln dafür gibt. Ganz so einfach ist es nicht. Ich gebe ja zu, dass die Existenz einer Regel auch Inspiration sein kann, was man für Optionen hat. Aber sehr oft gibt es Regeln für Betäubungsschläge oder Flucht aus dem Kampf, die aber nicht die effizienteste Option sind. Der Flüchtende kassiert noch ein paar Passierschläge oder der Gegner, den man versucht zu betäuben hat eine bessere Chance nach meiner Aktion noch einen Gegenschlag zu setzen, als wenn ich ihm ganz einfach die letzten Hitpoints runterklopfe. Oder das andere Extrem: der Betäubungsschlag ist besonders effizient und alle Gegner werden erst betäubt und nach gewonnenem Kampf werden ihnen die Kehlen durchgeschnitten.

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