Wintersturm #17 – Der Übermensch: Superhelden + Superkräfte im Rollenspiel

Der Übermensch: Superhelden + Superkräfte – Supertobi starrte an den Himmel und betrachtete nachdenklich den Hilferuf. Das Polizei Berlin benutzte den Scheinwerfer wenn es Ärger gab und projizierte das große Donnerhaus in die Wolken. Der finstere Frostgeneral hatte die Hauptstadt seit geraumer Zeit mit seiner Schneekanone in seiner Gewalt und nur ein Held konnte ihn aufhalten. Gemeinsam mit Strom-Torsten als Kumpan konnten sie -Frosty- den Garaus machen. Heute Abend war es hoffentlich so weit. Die Wettervorhersage hatte einen Wintersturm angekündigt!        

Superhelden und Schurken

Batman, Spiderman oder Superman. Sie alle sind legendär, haben zahlreiche Comicableger und Filme. Sie üben eine Faszination aus, zahlreiche Reboots und Gegner sorgen für Zerstreuung. Doch wie spielt ihr einen Superhelden im Pen and Paper Rollenspiel? Welche Dinge solltet ihr beachten, wenn ihr einen solchen Charakter gemeinsam oder alleine entwerft? Hier soll es nicht um Regeln eines Systems gehen, sondern die philosophische Betrachtung des Konzepts!

Friedrich Nietzsches “Homo Superior”

Wir sprechen heute über Superhelden, die ihr grob in fünf Kategorien einteilen könntet. Ab und zu gibt es auch Überschneidungen und keine Trennschärfe, aber zur groben Struktur hilft euch das Konzept eventuell bei der Planung eurer Geschichte oder Kampagne.

  • Homo Superior – der normale/mundane Mensch, der sich über alle anderen erhoben hat und über sie hinauswuchs. Keine Superkräfte sondern reales oder fiktives Ausnutzen des menschlichen Potenziales. → „Aus sich selbst heraus”
  • Deus Ex Machina – der Superheld durch äußere Mittel
  • Metamenschen – Mutanten und Psioniker. Superhelden mit pseudowissenschaftlichen Machtquellen

  • Magische Superhelden – Von Zauberer bis Zauberwesen, Magier und Dämonen
  • Kosmische Superhelden – Götter, Halbgötter sowie übermächtige Aliens mit gottgleichen Kräften

Viel Spaß wünschen wir euch bei der Folge 17: Der Übermensch: Superhelden + Superkräfte im Rollenspiel! Falls euch die Diskussion gefällt, dann hört euch auch die anderen Podcast von uns und dem Wintersturm an.  

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Die Musik wurde mir freundlicherweise von Erdenstern zur Verfügung gestellt: Musik komponiert von Andreas Petersen

4 Kommentare

  1. Ich bin der eine! Mein Lieblingsheld: Superman!

    Klar, an vielen Stellen ist er schlicht langweilig. Das bekommt man nicht wegdiskutiert. Er ist halt ein “Lawfull good paladin”. Was ihn interressant macht, ist dass sein primärer Konflikt ein anderer ist, als bei vielen anderen (Super-)Helden.

    Er ist nicht (wie bspw. Spiderman) der Mensch der damit kämpft auch ein Gott (oder zumindest was besonderes) zu sein. Er ist ein Gott der nicht nur Versucht der Menschheit gerecht zu werden, sondern selber auch ein Mensch zu sein. Ein schöner Film diesbezüglich ist “Superman vs The Elite”.

    Die Filme ausm DCEU kann man in der Pfeife rauchen. Die sind mMn. bis auf den ersten Superman Film alle schlecht. Und selbst der erzählt die selbe Geschichte zum gefühlt 100sten mal und lebt insbesondere davon, dass er der erste moderne Superhelden Film ist, wo Götter auf der großen Leinwand gegeneinander kämpfen und zeigt, welche Konsequenzen dass für den Rest der Welt eigentlich hat.

    Das DCA(nimated)U ist 100.000x besser. Das ist vor nem Jahr zuende gegangen (?), mit der DCAU Version vom Infinity war.

    1. Cool, dass du in die Lücke springst und ihn verteidigst. Ich verstehe dann auch deinen point of view. War eine gute Argumentation mit dem Gott, der sich anzupassen versucht.

  2. Tod des Gegners: In den Filmen sterben die Schurken ja fast immer. Sicher nicht, weil der Held sie unbedingt umbringen wollte, sondern weil es eben passiert und sie anders nicht aufzuhalten sind.
    In den Heftenreihen, die ja seit Dekaden laufen sterben Sie sehr selten, weil sich der Autor ja nicht ständig neue Figuren ausdenken will und ja jede Woche ein neues Heft raus muss. Am Anfang hat Batman jeden Gegner auch getötet, aber da wird doch viel Zeit mit dem Entwurf neuer Schurken verbraucht.
    Aber trotzdem ist es “oft nicht klar”, ob der Schurke überlebt, denn wenn ein Gebäude über Doc Octopus zusammenstürzt, kann man eigentlich nicht damit rechnen, dass das irgendwer überlebt. Klassisches Pulpverhalten. Bei den Helden war es kaum anders.

    Liebling: Ich würde Superman nicht so verteufeln, aber er war recht langweilig, weil er ja nie wirklich in Gefahr kam. Und die Gefahr war dann für mich als Kind nicht so nachvollziehbar. Ebenso wurde sein Dilemma nicht so dargestellt, dass ich es als Kind wirklich verstanden hätte.
    Ebenso die anderen DC/Ehapa Comichelden. Selbst Batman war in der Zeit, als ich mit Comics angefangen habe, weit vom düsteren Ritter im Regen, sondern der Mitternachtsdetektiv, der auch viel lachte, eben Silver Age Comics.
    Generell mochte ich Marvel -Figuren lieber, weil alle neben den Superheldenfähigkeiten menschliche Probleme hatten, die nachvollziehbarer waren. Ihre Tragik wurde deutlicher.
    Spidey, weil er all die Probleme eines Jugendlichen hatte (Pubertät, Liebe, Schuldgefühle wegen dem Tod des Onkels, Ärger mit den Klassenschlägern und so weiter), dann noch sich vom Geier oder Shocker vermobben lassen.
    Ben “Das Ding” Grimm von den F4, der zwar stark und zäh ist, aber ein Mann auch Felsbrocken ist, die er dann nicht ablegen kann, wenn die anderen Feierabend machen.

    Meine Favoriten in den Heften sind Wolverine, die Spinne und das Ding.
    In den Heften fand ich Ironman, Captain America und Doc Strange nicht gut oder ihre Geschichten aufregend.

    In den neusten Verfilmungen fand ich Cap America und auch Superman ziemlich gut, und generell mag ich das DCEU wirklich gerne. Da bin ich dann wohl der eine.

    1. Stimmt, Wolverine ist auch ziemlich cool, auch wenn er selbst von seiner Kraft genervt ist.
      Mit CapAmerica hab ich mich sehr lange schwer getan, aber nachträglich echt ne coole Socke

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