Wintersturm #14 – Kampagnenplanung im Pen and Paper

Kampagnenplanung im Rollenspiel und Pen and Paper:Hey Martin, Tobi, Torsten, ich habe richtig Lust auf eine große Kampagne im wilden Westen. Cowboys, Indianer, Banküberfälle und Eisenbahnbau. Wir beginnen an der Ostküste als Goldgräber und wollen dann grob in die Rocky Mountains. Auf dem Weg passiert ihr allerhand Dörfer, lernt die Gegend kennen. Es kommt zu zahlreichen Schießereien und am Ende steht ein böser Senator. Den lernt ihr aber erst in der Mitte des Spiels kennen, habt ihr Bock?”

Oder wir spielen einfach die sieben Gezeichneten?

Kaufabenteuer Fluch des Strahd oder Borbaradkampagne – wie geht ihr die Kampagnenplanung an? Im Pen and Paper wartet irgendwann eine große Aneinanderreihung von Abenteuer auf euch. Verbunden durch einen Metaplot, eventuell selbst ausgedacht oder durch andere Autoren inspiriert. Wie beginne ich ein solches Mammutprojekt? Mal sind es nur zehn Sitzungen als FewShot, dann sind es langjährige Monster wie Phileasson, Der Fluch des Strahd oder die Nocturnum Kampagne für Cthulhu. Heute reden wir erneut über die Kampagnenplanung. In diesem ersten Teil klären wir die Gedanken im Vorfeld. Wo und wann spielt eure Idee? Was folgt automatisch daraus, denn es gibt zahlreiche Vorteile oder Nachteile, die aus dem Setting entstehen. Konzentriere ich mich auf die positiven Aspekte oder bauen wir die Nachteile aus? Shadowrun als Cyberpunk Dystopie mit Elfen und Drachen oder die abgespeckte Variante mit Mensch und Moral.

Charakter- oder Weltenzentriert?

Was wird beleuchtet, wo ist mein Fokus? Wollen wir als Sandbox oder Railroad führen? Martin, Tobi, Torsten und Frosty philosophieren heute gemeinsam und geben einen Abriss über die Probleme im Vorfeld, die ich mir als Spielleitung bewusst machen sollte. Viel Spaß wünschen wir euch bei der Folge 14: Kampagnenplanung im Pen and Paper. Falls euch die Diskussion gefällt, dann hört euch auch die anderen Podcast von uns und dem Wintersturm an.

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Was ist eigentlich eine Kampagne? Wie geht Sandboxing beim Donnerhaus? Wie wähle ich einen passenden Charakter aus?

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Die Musik wurde mir freundlicherweise von Erdenstern zur Verfügung gestellt: Musik komponiert von Andreas Petersen

5 Kommentare

  1. Aloha, wieder sehr hörenswerte Folge. Gleich vorab, ich bin noch nicht ganz durch, werde jedoch bestimmt nochmal was schreiben. Einige Punkte die ihr angesprochen habt hatten mir vor Augen geführt, dass man die echt unterbewusst angewendet hat.
    Bei anderen Punkten (aktuell die meisten Punkte 😉 ) muss ich mich einfach bedanken, die sind super hilfreich.
    Was mir zu den Antagonisten als Ziel und besonders als gestaffeltes Ziel aufgefallen ist, hier fehlt mir der Einfluss der Spieler (vielleicht kommt das ja noch bin gerade bei ungefähr 1:20 angekommen). Hier sollte die Spielleiterin auch bereit sein, dass die Spieler neue Antagonisten “erzeugen”. Hier kann ich ein Beispiel aus DSA geben – weil ich total der engstirnige DSA-Spieler bin oder vielleicht, weil ich DSA nun am meisten als Spieler erleben durfte. Unsere G7-Kampagne begann bereits weit vorher und ein Teil unserer Vorgeschichte waren die Khom-Kriege. In den Khom-Kriegen hat unser Magier einen anderen Magier mittels Ignifaxius schwer verletzt – nachdem sie sich intime auch mit Worten ordentlich gefetzt haben. Es war eine dieser Szenen, die sich spontan von “passiert am Rande” zu “alle am Tisch wollen wissen wie es da weitergeht” entwickelte. Dieser Magier wurde halt nicht getötet, aber vorher beleidigt, gedemütigt und für immer gezeichnet. Der Spielleiter hatte sich den Magier notiert und im Nachhinein eine komplette Geschichte gegeben, die unseren Magier zu seinen Antagonisten machte. Es ging soweit, dass einige Jahre später auf einem magischen Konvent beide, Spieler und NSC, erneut aufeinander trafen. Unsere Charaktere waren da schon zu einigen Ruhm gekommen und genossen großes Ansehen. Unserer Magier, der auch sehr von sich angetan war, nahm den angedeuteten Fedehandschuh dankend auf. Es hätte da vielleicht noch die Möglichkeit gegeben, zu einem Status-Quo zurückzukehren, aber das wurde bewusst vom Spieler ignoriert. Begrüßen tat er den NSC (schwer im Gesicht durch den Flammenzauber gezeichnet): “Eine Freude euch hier zu treffen. Euer Vortrag wird mich BRENNEND interessieren.” Wieder beleidigt und gedehmütigt von unserem Magier, der jetzt auch noch deutlich im Ansehen und auch in Macht über ihm stand, suchte der Herr einen Ausweg. Der Ausweg war für ihn dann an die Seite Borbarads zu treten, um als Nemesis unseres Magiers auftreten zu können.
    Langer Text, kurzer Sinn: Man sollte sich auch Gedanken machen, welche Antagonisten erst durch die Spieler entstehen.

    1. Hey. Sehr gutes Feedback. Danke, gebe ich den anderen weiter.
      Bezüglich Verlauf der Kampagne sprechen wir beim nächsten Mal drüber, wenn sie sich entwickelt und Fahrt aufnimmt. Dies sollten vor Allem vorab Überlegungen sein, die ich habe. Alles andere entwickelt sich im Spiel und währenddessen 😉 kommt also noch was

      1. Ok, das mit dem weiteren Verlauf hatte ich noch nicht mitbekommen. Den Frostcast höre ich immer beim Autofahren und durch COVID-19 bin ich zurzeit eigentlich nur im Homeoffice, da komme ich kaum noch zum hören.
        Aber wie immer eine echt tolle Leistung und sehr interessant zu hören.

  2. Noch einmal festhalten möchte ich hier den Gedanken definierter Themen für eine Kampagne. Ich denke dies ist ungemein hilfreich, wenn man neue Ideen für eine Kampagne generieren will oder vorhandene Ideen ausarbeitet.
    In längeren Kampagnen können Leitthemen auch immer wieder unterschiedlich fokussiert werden und so Abwechslung geschaffen werden. Besonders eindrücklich war das für mich als Fabian Flüss seinerzeit die drei Leitthemen für das Jahr des Greifen herausgearbeitet hatte.

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