Rezension: Gefangen (Graphic Novel) Solo-Rollenspiel

Bereits vor ein paar Monaten habe ich mir diesen “Comic” zugelegt und angefangen ihn mit meinen Neffen zu erkunden. Immer wenn ich zuhause war, haben wir gemeinsam Gefangen herausgeholt und versucht das Rollenspiel zu lösen. Ohne Würfel, lediglich einen Bleistift braucht man zum Losspielen. Für mich auch ein erstes Experiment um meine Familie mit ins Boot der Rollenspiele zu lotsen. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen

Die Fakten

 

Seiten: jedes mal anders Preis: 15,00 €

Erschienen: Mai 2018

Autor: Manuro

Entführt und Gefangen

Wie der Titel schon verrät, geht es wohl sicherlich um eine gefangene Person. Soviel sei vorweg genommen und dies wird auch in einem Intro auf der ersten Seite verraten. Das Buch lässt uns zunächst Punkte zwischen drei verschiedenen Attributen verteilen, die sehr Rollenspiel-typisch sind. Wir bekommen ein sehr kleines Inventar mit Pistole und eine Zeitleiste, danach erkunden wir das Schloss. Mit vielen detaillierten Seiten bestimmen wir nun unsere Szene in dem Horrorschloss in Frankreich. Was genau passiert ist abhängig von unserer Wahl der Türen, unserem Spürsinn für kleine Zahlen und unseren Attributen. Es macht dabei tatsächlich Spaß in den Räumen inne zu halten und sie zu erkunden. Oft sind Zahlen minimalistisch klein auf einer Schublade angebracht oder hinter einer Figur versteckt. Einige Truhen können wir nur öffnen, wenn wir bereits den Schlüssel dafür entdeckt und im Inventar haben, ansonsten bleiben sie verschlossen. Wieso wir eine Billiardkugel mitführen sollten, erschließt nicht so ganz, der Platz im Inventar ist klei n und doch wird man oft belohnt, wenn ihr aufmerksam ward.

Ringen mit dem Leben

  Auf wenn ich sage, dass ich es mit meinen Neffen gespielt habe (7 und 9 zum aktuellen Zeitpunkt), so sind Inhalt und Zeichnung tatsächlich recht deutlich mit dem Gezeigten. Viele Male mussten wir neu beginnen (ich war weniger Entscheidungsträger, sondern eher Vorleser), was uns auch mal das Buch beiseite legen lies. Es warten viele verschiedene und kreative Feinde im Schloss auf uns, diese Begegnungen können jedesmal anders verlaufen. Doch jedes Mal entdecken wir auch etwas mehr vom Schloss und enträtseln seine Geheimnisse. Dabei muss man tatsächlich ein paar Dinge lesen wie Computer-eMail oder Tagebuchseiten im Anhang des Buches, die dem Spieler helfen zu überleben…

Kritik

Ich bin mit dem ersten Comic ziemlich begeistert. Es war mein erstes Rollenspiel-Solo-Comic, doch nicht mein Letzter. Ich habe bereits jetzt schon weitere gekauft aber noch nicht gelesen, die Ritter-Reihe dazu wartet nun auf uns. Meine Neffen haben sogar während des Fußball Spielens am Rande des Feldes im Buch geschmökert, ich konnte sie also überzeugen, Mission erfolgreich. Meine persönliche Wertung würde eventuell 2 Punkte schlechter ausfallen, doch in Kombination mit Kindern und Rollenspiel-Anfängern gebe ich mehr in Summe. Ich würde aber zum Einstieg dann doch die anderen Themen wählen, weniger blutig…

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