Wintersturm #32- Eskapismus

Eskapismus im Rollenspiel Frosty schaltete den Fernseher ab und blickte enttäuscht zu Martin, der neben ihm saß. “Ziemlich unglaubwürdig wie sich der Protagonist Torsten da verhalten hat. Wieso hat er überhaupt dieses Ritual mit Tobi abgehalten, wenn er daran gezweifelt hat. Außerdem sind die Dialoge echt mies geschrieben”. Martin nickte und machte das Licht wieder an. “Stimmt, aber man konnte sich schon einige Szenen rausnehmen. Das Setting hätte potential, aber man muss den Charakteren mehr Leben einhauchen…”

Böse Realitätsflucht oder doch gesegneter Ausbruch nach vorn?

Wir reden heute über den Eskapismus. Was ist das überhaupt, hört man doch immer so ominös vom Eskapodcast. Ist das was gutes oder was schlechtes? Wollt ihr nur Püppchen über den Spieltisch schieben und Würfel knallen oder in der Geschichte versinken? Wir versuchen beide Aspekte zu beleuchten und wagen uns an eine Definition. 

Play oder Game? Das göttliche Kind in dir

Martin, Tobi und Torsten wollen reisen gemeinsam mit mir in die Tiefen unserer Psyche. Bingewatching bei Netflix, Amazon und Co – Die Reizüberflutung von Medien und welchen Einsatz sie am Tisch haben. Nerds gegen Stefan schieben uns gleichzeitig die Themen der Podwichtelrunde hinzu. Nerd ist ihr Hobby gibt uns zwei Fragen für diese Folge mit auf den Weg, die wir mit dem Eskapismus verknüpfen und beantworten. Auf der anderen Seite sitzt der Podcast Ungeheuer vernünftig und wartet auf unsere Fragen.

Viel Spaß wünschen wir euch bei der Folge 32: Eskapismus. Falls euch die Diskussion gefällt, dann hört euch auch die anderen Podcast von uns und dem Wintersturm an. Mehr von Donnerhaus findet ihr auf ihrer Homepage.

▬ Links ▬

Besprochene Episoden der Winterstürme:

Seefahrt: Wind in den Segeln, Geschichte im Rollenspiel, Kontrollverlust

Buchempfehlung: Miguel Sicart – Play Matters

Freude Schöner Götterfunken als Box

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▬ Intro / Outro ▬

Die Musik wurde mir freundlicherweise von Erdenstern zur Verfügung gestellt: Musik komponiert von Andreas Petersen

4 Kommentare

  1. Ha, ich wusste, dass ihr von Sicart redet, als ihr Playfulness gesagt habt. ; )
    Schön, dass ihr wieder da seid!

    Für mich sind es nicht die ‚grenzenlosen‘ Möglichkeiten des Rollenspiels, sondern eher der soziale Aspekt. Rollenspiel spricht viele meiner Interessen und Fähigkeiten an, aber Lesen, Malen, Computerspielen etc. sind alles Dinge, die ich allein tue und die mich sozial isolieren.
    Rollenspiel ist da anders – alle tragen bei; und irgendwie ist das Ergebnis dann mehr als die Summe seiner Teile. Das finde ich spannend.

    Die Reaktionen, die ich von weniger gebildeten Leuten auf das Thema Rollenspiel erlebt habe, reichen von einem bewundernden „Das könnte ich nicht, dazu bin ich viel zu unkreativ!“ bis zu „So ein Scheiß, habt ihr nichts zu tun, oder was?!“. Beides auf unterschiedliche Arten traurig … aber auch irgendwo verständlich.

    Ich glaube nicht, dass Filmschauen und Rollenspielen wirklich Alternativen sind. Es gibt zwar das Konzept der ‚Medienzeit‘, also des Zeitslots, den wir mit Medienkonsum füllen, aber wenn ich k.o. bin, dann reicht es eben manchmal nur noch zum Filmschauen. Hätte ich in dem Zeitslot eine Rollenspielrunde vereinbart, würde ich zwar hingehen, aber es würde nicht gut werden und ich wäre hinterher unzufrieden mit mir.

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