Rezension: Der Imperator beschützt

Der Imperator beschützt. Seitdem er seit mehr als 10.000 Jahren auf seinem goldenen Thron sitzt, gilt diese Wahrheit. Selbst die tapferen Space Marines der Deathwatch ehren seinen Namen und tragen sein Licht in die finsteren Sektoren voller Xenos. Mit dieser Kampagne werden drei Abenteuer verknüpft, die lose oder gemeinsam gespielt werden können. Ob ich dazu rate oder nicht, erfahrt ihr in meiner Rezension.

Die Fakten

176 Seiten

Preis: 35 €   //   Preis pro Seite: 20 Cent

Erschienen: Mai 2012

Autor: Andrea Gausman

Der Preis der Hybris

Das Buch startet mit einem ausgesprochen guten Aufhänger. Es geht um Friedensverhandlungen mit einem wilden Volk eines Urzeitplaneten. Diese respektieren Stärke und Ehre, doch die Imperiale Armee konnte sie in Anläufen nicht besiegen. Die Ordos wollen die Menschen von Aurum in ihren Diensten wissen und den Planeten als Basis und Stützpunkt integrieren, wichtige Bodenschätze müssen erhalten bleiben. Wo die blasierten Diplomaten des Administratum versagen, müssen die Brüder zu Feld.

Sie sollen die Stärke des Imperium ehrenhaft beweisen und von den guten Taten künden. Dabei stoßen sie allerdings auf Ungereimtheiten und müssen sich zwangsläufig das Vertrauen des Clanobersten von Aurum verdienen. Erst mit seinem Segen dürfen sie vom Raumhafen in den tiefen Dschungel vordringen, wo die eigentlich Bedrohung in Form von Xenos auf sie wartet. Die Hybris des Imperiums, der Deathwatch und der Aurumer wird getestet und sie alle müssen ablassen von ihrem Hochmut! Der Imperator beschützt…

Steinerner Schlaf

Die Inquisition hat den Kontakt zu einem Ermittler verloren, doch seine bruchstückhaften Aufzeichnungen sorgen für Verunsicherung. Die Brüder können sehen, was aus einem kolonialisierten Planeten wird, wenn sich das Administratum sich ihren annimmt und die Wut, die daraus resultiert. Neben Rebellen kommen sie den Black Templar auf die Spur, die sich wohl allem Anschein nach gegen die Inquisition gewandt haben. Doch in diesem Sektor sollte dieser Orden von Rogal Dorn nicht vertreten sein. Nach Ermittlungen kommen sie einer versunkenen Stadt auf die Spur, welches noch größeres Übel für die Galaxie verheißt als ein paar Verräter-Marines…

Das wachsame Schwert

Wenn der Imperator beschützt, dann sollte auch dieser tollkühne Streich ins Herz des Feindes gelingen. Nach der Festungswelt Karlack muss die Deathwatch alleine auf den Rostplaneten Samech übersetzen. Direkt an der Hadexanomalie gelegen, toben hier Warpstürme und das verfluchte Mechanicus hat hier ihre finsteren Maschinen für den schwarzen Kreuzzug entworfen. In Unterzahl heißt es hier zwangsläufig Sache mit dem Feind machen und Zweckbündnisse unterschiedlicher Intensität zu schließen. Am Ende wartet hoffentlich Ruhm und Ehre auf die Deathwatch, den hier können die Brüder ohne Probleme mehr als ihre Seele verlieren.

Kritik

Die Abenteuer an sich sind ziemlich gut. Jedes Einzelne entfaltet derart unterschiedliche Szenarien, die sich sehr voneinander unterscheiden und kein stumpfer Kampf sind. Die Sachen sind so strukturiert geschrieben und mit hilfreichen Tipps versehen, dass es mit etwas Vorbereitung einfach zu leiten sein sollte. Es werden zudem weitere Ideen geliefert um abseits des Plots die Räume mit mehr zu versehen, hier hat die Autorin wahrlich viel geliefert.

Ich muss allerdings sagen, dass mir die Kampagnenstruktur sehr gekünstelt erscheint und nachträglich eingeführt aussieht. Es werden wenige Artefakte ziemlich merkwürdig eingestreut, obwohl sie nichts mit dem Rest des Abenteuers zu tun haben. Der “Metaplot” spinnt dann noch eine abstruse Geschichte ein, wie alles miteinander zusammenhängt, ergründet werden kann dies aber von den Spielerinnen und Spielern eh nicht. Mein Rat: Lasst den übergeordneten Metaplot einfach raus, streicht die seltsamen Funde und spielt es losgelöst hintereinander. Ihr solltet hier aus der Maus keinen Elefanten machen, die Abenteuer sind auch so schon gut und spielenswert.

Hier findet ihr übrigens noch die Podcasts zum Überblick der Welt und der Inquisition.

 

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