Rezension: Für den Imperator – Ciaphas Cain Reihe

Im Vorfeld muss ich sagen, dass ich bereits viel von Cain gehört habe. Sein Ruf eilt dem Kommissar voraus und dies nicht ohne Grund. Ich habe zu Beginn meiner WH40K Neugier nach Romanen gefragt und mir werden immer wieder die gleichen Namen genannt. Zum Einen die Eisenhorn-Reihe mit aktuell 4 Teilen, zum Anderen der Kommissar Gaunt. Beide habe ich bereits rezensiert mit sehr unterschiedlichen Meinungen. Aber auch Cain soll sich stark abheben und so habe ich zugegriffen…

Die Fakten

362 Seiten

Preis: 13 €   //   Preis pro Seite: 4 Cent

Erschienen: Mai 2019

Autor: Sandy Mitchell

Sein Ruf hält stand

Das Buch ist tatsächlich so gut wie behauptet wurde. Von vielen verschiedenen Lesern und Leserinnen empfohlen habe ich dann in meiner Black Library im Games Workshop Braunschweig zugegriffen und wurde nicht enttäuscht.

Ciaphas Cain ist wie auch Kommissar Gaunt ein Mitglied der Imperialen Armee und ausgestattet mit der Lizenz zum Töten. Zuständig für die Moral dürfen sie Befehle auf die eigene Art und Weise interpretieren um am Ende für den Sieg zu sorgen. Ob sie Männer und Frauen zusammenschweißen oder sie erschießen, ist am Ende ihnen überlassen

Gegen die T’au

Ohne viel zu spoilern, geht es in diesem Buch gegen die T’au in den Krieg. Oder viel mehr die Vermeidung eben jenes. Die Armee ist zwar in großer Zahl angerückt und gut ausgebildet, doch will der Offiziersstab unnötiges Menschenleben erhalten und vor allem Zeit sparen. Der Planet ist nicht wichtig genug für ein Blutbad und so soll vor allem mit diplomatischem Wege versucht werden, den Frieden zu erhalten und sich zu einigen. Doch etwas geht schief…

Sinnvolle Meta-Ebene im Buch

Was mir in dem Deathwatch Roman so überhaupt nicht gefallen hat, wird hier sinnig eingearbeitet. Es gibt Fußnoten, doch dies sind keine trockenen (falschen) Fakten, sondern viel mehr subjektives Kommentieren eines Inquisitors, der die Dossiers von Cain nach seinem Ableben gesichtet hat. Dies ist kein Spoiler, Ciaphas Cain stirbt nicht in diesem Buch, sondern -wie anfangs bekannt gegeben- lebt viele Jahre weiter und kann seine Tagebücher weiterreichen. Immer mal wieder würzt dieser Inquisitor das Tagebuch mit eigenen Noten, schlägt Verbesserungen vor oder rückt Cains Xenophilie in rechte (inquisitoriale) Licht.

Das Buch hat wirklich Humor

Kann ein Buch Humor haben? Sowohl der besagte Inquisitor als auch Kommissar Cain sorgen für abstrus lustige Szenen, die erfahrene WH40K Veteranen schmunzeln lassen ob ihrer Einordnung. Zudem ist der Offizier herausragend intelligent und feige, weiß beides zu kombinieren um seinen Hals zu retten. Es ist kein stumpfes Granaten werfen und ballern, sondern Menschenkenntnis auf höchstem Niveau, was mir einiges an Respekt abverlangt. Sowohl für Cain als Protagonisten, als auch den Autoren.

Zudem passiert es immer wieder, dass Cain die aktuelle Situation ironisch kommentiert und sich freut, dass es doch schlimmer kommen könnte. Just in dem Moment passiert dann auch eben dies. Da der Kommissar seine Einsätze retrospektiv aufarbeitet und den Brennpunkt überlebt hat, weiß er dies ebenso sarkastisch zu dokumentieren.

Kritik

Nachdem mich leider die letzten Inquisitions- und Kommissarsromane (abseits von Eisenhorn) nicht so sehr mitgerissen haben, übertrifft dieses Buch tatsächlich vieles. Empfehlung geht quasi uneingeschränkt raus und ich habe durch den Roman die T’au etwas besser kennen lernen dürfen. Das Buch macht in meinen Augen vieles richtig, wenig falsch und ich bin auch bei Teil 2 wieder dabei. Danke!

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei