SPIEL 2018 – Messebericht

Wie so viele andere vor mir, berichte nun auch ich von der SPIEL’18 und hier im Besonderen von Halle 6.

Für mich war es die erste Messe, daher habe ich mir nach kurzfristigem Entschluss Begleitung gesucht und habe mich bei Fenia, Administratorin im DSA-Forum und Kollegin bei den DSAnews, einquartiert. Mein eigentlicher Plan sah vor Donnerstag und Freitag dort zu sein. Zunächst wollte ich mich grob orientieren und mich dem ein oder anderen vorstellen, danach wollte ich am Freitag viel spielen und kaufen. Daraus wurde leider nichts…

Die Ankunft

Die Anreise verlief soweit gut, wir sind Donnerstag früh mit dem Zug und Straßenbahn eingetroffen und standen mit unseren vorher ausgedruckten Tickets (sehr empfehlenswert!) vor den Toren. Ich hatte dank Berichten aus den vorhergegangenen Jahren angenommen, dass viele Donnerstag arbeiten müssen und es daher “leer” oder “nicht so voll” ist, das Gerücht ist aber mittlerweile falsifiziert.

Trotz dessen, dass wir mehr als pünktlich da waren, konnten wir erst um 20 Minuten nach 10 die erste Halle betreten und haben dort Menschenmassen erblickt, die mit panischem Blick umher liefen und die Brettspiele kaufen wollten, bevor sie ausverkauft waren.

Bereits 40 Minuten nach Eröffnung habe ich die Ersten gesehen, die sich mit zwei großen Reisekoffern (Ikea-Taschen sind wohl zu klein) in eine enge Toiletten-Kabine gequetscht haben, hat mich sehr amüsiert.

Dungeon Crawling

In Begleitung von Fenia und ihrem Spielleiter Stephan haben wir zunächst einen allgemeinen Blick über die SPIEL-Messe geworfen und ein paar Kinderspiele ausprobiert, hier erwähnenswert Kakerlacula: Ein “Dungeoncrawl” für Kinder, die Kerzen anzünden müssen und dabei aufpassen müssen nicht von einer vibrierenden Riesenkakerlake zurück ins Kinderzimmer geschickt zu werden.

Treffen wollten wir uns mit Engor und als dieser dazu kam, haben wir uns den Ulisses-Stand in Halle 6  angesehen. Eigentlich hätten wir ein paar Interviews mit der Redaktion führen wollen, ein paar Insider-Informationen für DSAnews herauskitzeln wollen, aber das hat leider nicht geklappt. Neben dem Havena Crowdfunding zum Mitnehmen gab es wenig Neuerungen und weder Niko noch Markus waren vor Ort (Gute Besserung).

Bekannte Gesichter und Stimmen

So habe ich mir zunächst die anderen Stände angesehen, ein paar bekannte Gesichter von der Drachenzwinge getroffen und ein bisschen Zeit bei System Matters verbracht. Ich habe mich dann vor allem bei den Sachen umgesehen, die mir neu waren:

Sehr begeistert hat mich die englische Version von Sla Industries, einem Rollenspiel mit starken Tabeltop Aspekten. Die Welt ist lässt sich wohl am Besten als Mischung aus Shadowrun und Warhammer40K bezeichnen, in der ein paar Söldner für den großen namens-gebenden Konzern Aufgaben in den Schatten erledigen müssen: Drogen beschaffen, Menschen töten. Soll wohl in England ein unglaublicher Geheimtipp sein, es klang zumindest sehr spannend. Eigene Miniaturen verkaufen sie wohl nicht, sie bieten nur die Bücher mit Hintergrund und Abenteuer an, gespielt wird dann mit Warhammer Miniaturen oder beliebig anderem.

In Halle 6 gab es unzählig viele Rollenspiel-Produkte, nicht nur Pen&Paper. Besonders beeindruckt haben mich die Tabletop Miniaturen und Gelände. Ich könnte hier noch unzählige Fotos von den Festungen zeigen, verzichte aber mal darauf.

Brettspiele und Tabletop

Erwähnenswert finde ich noch das neue Brettspiel von Village Attacks von GrimlordGames, bei dem es mal nicht um ein Castlecrawl im eigentlichen Sinne geht. Anstatt dass man hier in ein Schloss einbricht und ein paar Monster tot schlägt, sind die Spieler diesmal die Opposition und bösartige Helden und Dörfler dringen in “unser” Schloss ein um uns zu jagen und töten. Daher stellen wir Fallen auf und verteidigen uns gegen die anstürmenden Heerscharen. Das Prinzip ist in der Computerspiel-Welt schon lange als Tower-Defense bekannt, ich kannte es zumindest so noch nicht auf dem Tisch. Erfrischend neu und lustig, wenn man sich eben damit anfreunden kann “böse” zu sein. Je nach Szenario verändert sich dann hier auch das Schloss mit Bausätzen, am ehesten wohl bekannt aus Gloomhaven.

Weiter ging es mit einem Spiel aus Frankreich, das ich zwar dem Namen nach schon kannte, aber nicht wusste, was sich dahinter verbirgt. Ich habe mich also von aufklären lassen und etwas über Shadows of Esteren herausgefunden, einem weiteren grim&gritty Fantasy Pen&Paper Rollenspiel, was auf einem England-ähnlichen Terrain spielt. Derzeit kommen diese an Warhammer angelehnten und düster-dreckigen Spiele ja wieder überall hervor, mein Fokus liegt zunächst aber auf den Sachen von System Matters und ihrem Schatten des Dämonenfürsten. Eine Rezension dazu werde ich alsbald anfertigen, wenn ich es gelesen habe. Das Artwork finde ich bei solchen Projekten besonders wichtig, hier konnte mich aber beides faszinieren.

Ich konnte mit Andy Law, dem neuen Creator von Warhammer 4E. bei Cubicle7 sprechen und war eine Halle weiter bei Whitewolf. Dort habe ich kurz mit Teylen gesprochen. Für eine Runde Vampire hat die Zeit leider nicht gereicht.

Podcasting

Anschließend bin ich viel herum gelaufen, habe bei Pegasus vorbeigeschaut, leider war Cthulhu-Chefredakteur Heiko am Donnerstag noch nicht da. Zurück in Halle 6 habe ich noch die Freunde vom Podcast Ausgespielt – Jens und Sandra – getroffen und habe mich schon einmal mit Produkten zu Warhammer40K und Cthulhu eingedeckt. Kurz vor Ende musste ich noch Michael Jaegers Hallo sagen und wir haben Muffin gegen Tasse getauscht.

Wieso ich nun Freitag nicht da war und leider weniger kaufen und spielen konnte als geplant ist simpel: Ich habe mir etwas eingefangen und war krank, weshalb ich die Heimreise antreten musste. Nächstes Mal passiert mir sowas nicht – eins ist sicher: Ich komme wieder.

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[…] dabei die schieren Zahlen wieder. Michael Jaegers schreibt ebenfalls über seine drei Messetage und Frosty war zum ersten Mal auf der Spiel. Allen ein herzliches Dankeschön für ihre Berichte! Ich […]