Rezension: Die Faust des Verräters – Ciaphas Cain Reihe

Mit dem Weglegen von Band 2: In eisiger Tiefe habe ich direkt zu Roman Nummer 3 aus der Ciaphas Cains Reihe gegriffen und die Faust des Verräters gelesen. Ein neuer spannender Planet mit einer interessanten Oberfläche wartet auf uns, den wir im folgenden spoilerfrei erkunden mögen.

Die Fakten

370 Seiten

Preis: 13 €   //   Preis pro Seite: 4 Cent

Erschienen: Dezember 2019

Autor: Sandy Mitchell

Planet Adumbria

Das neue Einsatzgebiet lockt Ciaphas Cain dieses Mal mit einem alten Schulfreund in die Schlacht. Mehrere Regimenter von verschiedenen Planeten werden nach Adumbria gesandt um eine Chaosinvasion zu stoppen. Neben den bekannten Eiswüstenbewohnern aus Valhalla folgen nun wohldurchdacht die Tallarner aus der Sonne. Der mitgesandte Kommissar ist ein blasierter Theoretiker, der vom Kampf gegen den Erzfeind noch nichts gesehen hat. Da Adumbria keine Eigenrotation hat, gibt es eine Tag- und eine Nacht-Seite. Der schmale Grad ist von ewigem Zwielicht erfüllt und all die Menschen drängen sich auf dieser Länge in Ballungszentren.

Krieg ist immer gleich

Nachdem wir uns bereits durch eine Stadt und einen Eisplaneten gekämpft haben, folgt nun einmal mehr eine perfekte Mischung aus beidem, gewürzt mit politischen Entscheidung und noch mehr Glück auf Cains Seite. Die Gefechte sind spannend, abwechslungsreich und deutlich intensiver als noch in dem vorangegangen Roman. Die Faust des Verräters schafft es zudem, dass selbst bei bekanntem Feind immer weitere Wendungen den Plot voranbringen und ich nur so durch das Buch geflogen bin. Zudem habe ich erneut viel über die zu bekämpfenden Feinde erfahren. Die Linse der Betrachtung ist stimmig und ich fühle sowohl das Imperiale Leben als auch die Militärdiktatur dahinter, die mit aller Macht versucht die Menschheit zu retten.

Das Chaos

Was relativ schnell klar wird und daher wohl kaum als Spoiler betrachtet werden kann: Gegner ist vor allem Slaanesh. Jedoch hatte ich nie das Gefühl, das hier ein Tabu-Thema angesprochen wird, was eventuell jemanden triggern könnte. Zwar wird das ein oder andere Mal Blut auf dem Schlachtfeld vergossen, doch selbst die Beschreibungen in den Ritualräumen der Kultisten bleibt so wage, dass es hier nicht zu einer Belastung des Gemüts kommen sollte.

Kritik

Ich kann an dem Buch absolut nichts aussetzen. Mit 100 Seiten mehr als der Vorgänger hatte ich nach der Hälfte fast das Gefühl, dass das Buch bald vorbei sei, doch es zog sich kein Stück. Zahlreiche neue Probleme machen die Faust der Verräters zu dem bisher besten Buch der Reihe und ich kann es jedem Cain-Fan uneingeschränkt ans Herz legen. Es ist auch möglich dieses Buch ohne die beiden Vorgänger zu lesen, wenn auch etwas Flair verloren ginge. In meinen Augen ein Must-Have und langsam aber sicher kämpft sich Ciaphas sogar zu meinem Liebling hoch… Lieber als Eisenhorn.

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