Rezension: Abyssus – Am Abgrund – Horus Heresy VIII

Die Zeitsprünge in der Horus Heresy werden immer verwirrender. Wir haben den Verrat von Horus mitbekommen, auf Istvaan 3 und 5 wurde der Schrecken offenbart und nun warten wir auf den vernichtenden Schlag gegen die Tore von Terra. Doch nachdem uns die Anfänge der Dark Angel präsentiert wurden und die Erkenntnisse der Alpha Legion angesehen haben, springen wir erneut vor den Fall des Kriegsherrn. Dieser Roman dreht sich um eine Gruppe loyaler Space Marines, die von Visionen geplagt wird und über ihre Ordensstruktur hinaus mit Brüdern anderer Legionen zusammen arbeiten um das Richtige zu tun. Abyssus – Am Abgrund!

Die Fakten

450 Seiten

Preis: ~7,00 €  //  Preis pro Seite: 2 Cent

Erschienen: Juli 2017  (zuvor auch 2011)

Autor: Ben Counter

Dauer des Hörbuchs: 13,5 Stunden (2019)

Verrat der Word Bearer

Abyssus ist der Name des neuen Superzerstörer-Raumschiffs. Eine Splittergruppe vom Mars fertigt dieses unaufhaltsame Prachtstück verborgen vor den Augen der loyalen Mechanicus-Priester. Aus einem hohlen Mond bricht dieses Monster frei und vernichtet alle Beweise für ihren Bau. Nach den ersten drei Büchern um Erebus ist es kein Geheimnis, dass die Word Bearer nicht nur die ersten Gefallenen waren, sondern zudem den Rest mit dreckigen Einflüsterungen korrumpierten. Der Flottenkommandant setzt über nach Macragge und will Rache für die Schmähungen der Ultra Marines gegen die XVII.

Deathwatch?

Ein kleiner Flottenverband der Ultramarines ruft um Hilfe nachdem sie über dunkle Vorahnungen von der Abyssus erfahren. Im Prinzip entsteht bereits hier der erste Deathwatch 30K Roman, denn nach den ersten Verlusten gegen das gewaltige Kriegsschiff bleiben nur wenige übrig. Das Buch erzählt so von einem Ultramarine, einem Space Wolf, einem loyalen World Eater und einem Hexenmeister der 1000 Sons. Die Vorgehensweisen und Charaktere werden so umso besser herausgearbeitet und kontrastieren hervorragend. Die Idee die Geschichte vor der Abspaltung von World Eater und 1000 Sons spielen zu lassen und sie gegen den großen Feind Word Bearer zu führen ist genial und macht Lust auf mehr.

Rache für Colchis

Weshalb genau Lorgar, Erebus und seine Söhne gefallen sind, ist zu diesem Zeitpunkt nicht klar. Sie sind schlicht unsympathisch durch und durch. Zumindest für mich als Leser. Sie sind zwar interessant, weil die Macht ihrer Sprache und Stimme durchaus gut rüberkommt. Ihre Macht liegt nicht im Bolter oder den Psiklingen, sondern durch bloße Überzeugung, die wie ein Schwert in die Köpfe der Feinde getrieben wird. Sie bleiben ätzend und ich weine keine Träne nach, wenn die Sabotage der Zweckverbündeten am Ende funktioniert.

In die Enge gedrängt

Die Macht des Kriegsschiffes ist deutlich spürbar. Auch die wenigen bleibenden Optionen sind bedrückend. Ich war bis zu dem Zeitpunkt kein Freund der Ultra Marines und der World Eater. Selbst den Space Wulfs konnte ich nicht viel abgewinnen. Doch nach diesem Roman und Clash der Orden bin ich von ihnen allen überzeugt. Ihre Art zu kämpfen macht Lust auf mehr und ich freue mich auf den kommenden Konflikt zwischen den ehemaligen Brüdern. Niemand mag die Word Bearer, doch selbst ihre Art mit Worten zu kämpfen und ihre Stimme zu benutzen, war beeindruckend. Ob das Team der Loyalisten es am Ende schafft Macragge zu verteidigen, erfahrt ihr im Buch… Lesenswert!

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