Rezension: Schrecken aus dem Eis

Auf der Spiel 2019 habe ich mir gleich diese Publikation gegriffen. Mit Frost und Schnee bekommt man mich eigentlich immer, doch es wurde auch als Horror-Abenteuer angekündigt. Ob Splittermond nun erfüllt, was es verspricht, schauen wir uns in dieser Rezension an. Wir haben Schrecken aus dem Eis gelesen und präsentieren euch spoilerfrei eine Bewertung.

Die Fakten

64 Seiten

Preis: 13 €   //   Preis pro Seite: 20 Cent

Erschienen: Oktober 2019

Autor: M. Jenneßen

Das Ding aus dem Schnee

Die Charaktere entdecken aus einem Bergpass einen fast-toten wahnsinnigen Eremiten. Laut seinem Gefasel soll er wohl zu dem Wächterbund gehören und ein Bär griff die kampfstarke Gruppe an. Ob sie ihn ins nächste Dorf eskortieren können oder er vor Ort stirbt, liegt an den Helden. Doch kurze Zeit später machen sie Entdeckungen im Eis und Schneegestöber. Irgendetwas lauert dort und es ist intelligent und auf der Jagd!

Alien?

Das Ding werde ich nicht weiter beschreiben, doch die Leserin und der Leser merkt schnell, wer für den Plot zur Verfügung stand. Alien von H.R. Giger oder die ganze Bibliothek von S. King werden miteinander verschmolzen in nach Lorakis gegossen. Ich finde große Teil des Buches spannend zu lesen, glaube aber, dass viele Spielerinnen und Spieler kaum hinter das große Ganze kommen werden. Liest man das Buch oder offenbart die Geheimnisse im Nachhinein, dann mag es offensichtlich sein, doch das Wesen bewegt sich lange Zeit abseits der Regeln und hat kein Kapitel im Monsterhandbuch.

Sandbox Dorf

Im Verlauf des Abenteuers dürfen die Helden auf dem Heldengrad 3 auch die volle Verteidigung eines Dorfes planen, Familien kennenlernen und sich dort zuhause fühlen. Die einzelnen NPCs sind liebevoll beschrieben und haben viele rote Heringe, die sich zum Platzieren anbieten. Ob die Charaktere auch hier hinter den Zusammenhang kommen, weiß ich nicht und muss sehr individuell entschieden werden. Sicherlich werden auch nicht alle Lust haben sich für die NPCs zu interessieren. Ich habe allerdings ein Problem damit, dass Freiheit suggeriert wird, die vorgeschlagenen Proben aber unmöglich zu bestehen sind oder keine Lösung möglich ist. Der Autor geht weiterhin davon aus, dass Dinge so geschehen sind, wie er es gerne möchte und lässt den Heldinnen kaum eine Chance den Plot zu beeinflussen.

Horror muss sein

Die oben angesprochene Tatsache lässt sich natürlich verstehen, doch sollte man in meinen Augen ein Abenteuer nicht so schreiben. Horror funktioniert anders als im Film, der sehr linear geführt wird. Im Pen and Paper Rollenspiel sollte jedoch der Einfluss maßgeblich bleiben. Zudem werden einige Szenen beschrieben die ablaufen sollen, ein paar Seiten später ist der eigentlich umgekommene NPC jedoch wieder am Leben. Hier wurde keine Nekromantie benutzt, sondern schlicht nicht richtig aufgepasst. Es sind Kleinigkeiten die mir aufgefallen sind, doch sie stören etwas das Gesamtbild.

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