Rezension: Dark Angels Reihe (Graphic Novel)

Nach meinem ersten Deathwatch Comic aus der Panini Reihe war ich sehr gespannt auf die weiteren Teile. Ich rezensiere an dieser Stelle den gesamten Dreiteiler der Dark Angels, die man auch zusammen lesen sollte. Sie besitzen eine zusammenhängende Geschichte, die sich langsam aufbaut und dann in einer Kaskade explodiert. Es soll gehen um “Mit eisernem Willen”, “Offenbarung” und “Die Gefallenen”.

Die Fakten

128 Seiten

Preis: 17 €   //   Preis pro Seite: 13 Cent

Erschienen: November 2018

Autor: G. Mann, T. Bettin

Mit eisernem Willen

Der erste Band hat zwei Handlungen, die zunächst noch nicht miteinander verknüpft sind. Zum Einen begleiten wir den Dark Angel Infanterist Baltus auf seinem Weg zu einem alten Planeten im Calaphrax Cluster. Dort warten die finsteren Geheimnisse aus dem Bruderkrieg auf ihn und seine Einheit der Stoßtruppen Löwenklinge. Zwar wissen seine Brüder und der Verhörkaplan Altheous mehr, doch sie verraten ihm nicht alles, bis es zu spät ist und er umringt ist von Chaos-Marines.

Ordo Haereticus?

Auch die Inquisition spielt ihre dreckigen Spiele und so begleiten wir auf einem zweiten Abschnitt Astor Sabbathiel mit ihrem Kader. Es ist nicht ganz klar was sie mit den Dark Angels zu schaffen hat und wieso ihre Ermittlungen nun relevant sind, doch sie ist zwielichtig und gefährlich.

Kritik

Der erste Band lässt mich zunächst verwirrt zurück und die wirren Szenenwechsel gefallen mir nicht gut. Ich kenne mich zwar rudimentär mit der Geschichte der Legionen und dem treiben der Inquisition aus, doch der Schleier lässt sich nicht durchdringen. Das Auftauchen der Verräter ist aber gelungen und macht Lust auf mehr, so schauen wir direkt in den zweiten Teil hinein.

Offenbarung

Bruder Baltus hat überlebt. Die Geschehnisse auf dem verborgenen Planeten haben viele Space Marines das Leben gekostet, doch mit einer neuen Waffe konnte der Dark Angel seinen Weg nach draußen frei kämpfen. Mit einem neuen Ziel und dem Verhörkaplan an seiner Seite gibt es nun zwei neue Ziele für die Marines. Die Legion teilt sich auf und untersucht einen alten Space Hulk an dem die Geschichte des Ordens verborgen ist.

Ordo Xenos?

Derweil reist ein anderer Teil der Dark Angels auf den Planeten Quintus. Inquisitorin Sabbathiel tut es ihnen gleich und sucht in den Ruinen nach Artefakten, die den Verrat der Astartes bezeugen. Doch während sie sich durch Kultisten schneidet, tauchen weitere Feinde auf. Das widerliche Treiben der Eldar weckt eine Gruft der Necrons und plötzlich sind auch die Dark Angels in großer Gefahr.

Kritik

Der Schnitt der Bilder ist mittlerweile weniger verwirrend und es kann wesentlich besser gefolgt werden. Die Charaktere sind bereits aus der ersten Graphic Novel bekannt und so kann viel Metaplot offenbart werden. An dieser Stelle finde ich aber die Mischung der Feinde etwas an den Haaren herbeigezogen und neben Chaos und Kultisten sind nun zwei weitere Xenosarten dabei. Mich stört diese Mischung leider etwas und auch in der etablierten Dawn of War Reihe nervt mich der Konflikt von Eldar und Orks etwas. Manchmal ist weniger dann doch mehr und ich würde mich auf einen Xenos konzentrieren.

Die Gefallenen

Die ersten beiden Bücher haben den Grundstein für ein gewaltiges Aufeinandertreffen gelegt. Vergessen sind die Xenos, nun geht es um die Verteidigung gegen die Chaos-Marines. Und während die Dark Angels ihre Macht bündeln um den ewigen Feind zu besiegen, fällt ihnen die Inquisitorin in die Seite und es entsteht ein Drei-Fronten-Krieg. Jeder kämpft gegen jeden, Schiffe werden geentert und ein Charakter nach dem anderen erschossen.

Ordo Malleus

Die Grey Knights werden beordert und alles endet in einer großen Feuertaufe. Wer am Ende überlebt, könnt ihr in den Büchern nachverfolgen.

Abschließende Kritik

Es gibt zwar viel Chaos, doch am Ende bin ich der Meinung der Kauf lohnt sich. Der Preis pro Seite ist für einen bildreichen Warhammer 40K Band lächerlich gering und ihr könnt viel über das Leben der Astartes im ewigen Krieg lernen. Zwar nervt mich im ersten Comic der Sprung von Szene zu Szene und die zweite Graphic Novel hat eine merkwürdige Feind-Dichte, doch nach allen drei Bänden bin ich sehr zufrieden mit der Reihe. Man sollte aber im Gegensatz zu den anderen Panini-Produkten diese Reihe zusammen lesen. Alleine oder in falscher Reihenfolge entfaltet der Comic nicht das eigentliche Potential.

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Nils

Damke für die tolle Rezension.
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