Rezension: Der Flug der Eisenstein – Horus Heresy IV

Horus hat seinen Verrat offenbart und Istvaan 3 wurde vernichtet. Ein Bombardement aus Viruskapseln tötet nicht nur den Planet und Einwohner, sondern auch loyale Space Marines! Dieses Buch nun zeigt einen anderen Blickwinkel, der aber nicht minder grausam ist und uns die Death Guard präsentiert. Wir betrachten den Flug der Eisenstein.

Die Fakten

380 Seiten

Preis: ~33,00 €  //  Preis pro Seite: 9 Cent

Erschienen: März 2017

Autor: James Swallow

Dauer des Hörbuchs: 13,5 Stunden (2019)

Erste Ehrungen

Die Geschichte spielt parallel zu Teil 3, den ich bereits ebenso rezensiert habe. Es gibt ein kurzes Intermezzo gegen die Fremdrasse der Jorgall, wobei der Death Guard Garro belobigt wird. Er kann die Schwestern der Stille im Kampf unterstützen und rettet diese gegen die Xenos. Der Space Marine zieht sich den Neid einiger seiner Brüder durch die Ehrungen von Primarch Mortarion, vor allem aber dadurch, dass er noch auf der Erde als Dusk Raider diente und kein echter Einwohner von Barbarus.

Ohnmächte Untätigkeit

Die Schiffe sind im Orbit vor Istvaan angelandet und gehen in Stellung. Eine Kompanie der Besten wird abkommandiert und wird mit Kapseln auf dem Planeten abgeworfen. Garro verbleibt an Bord seines Schiffes obwohl er gegen Mortarion aufbegehrt und ebenso Kämpfen mag. Er soll seine Verletzungen auskurieren und soll mit dem Legionär Grulgor den Flug der Eisenstein überwachen. Doch etwas stimmt nicht, denn die Besatzung erkennt, dass neue Virusbomben geladen werden, die auch für Space Marines tödlich werden. Da diese aber auf der Oberfläche von Istvaan kämpfen, würde die Legion billigend Eigenbeschuss in Kauf nehmen und einen teuren Sieg erkaufen.

Das Maß ist voll

Kamerad und Freund Saul Tarvitz startet alsbald seinen Verrat und warnt vor dem Kriegsherrn Horus. Garro muss sich binnen weniger Sekunden entscheiden ob er Treu zu seinem Primarchen Mortarion steht oder er einem Legionär der Emperors Children vertraut. Der Flug der Eisenstein wird gesetzt…

Kritik

Die Death Guard ist meine Lieblingslegion auch schon vor dem Fall. Es ist spannend zu sehen wie konstituiert die Krieger auch schon vor Papa Nurgles Geschenken sind. Leider kommt der Mortarion sehr kurz und kann keine Persönlichkeit entwickeln. Er bleibt hart und kalt, Garro kann dafür umso mehr ins Herz geschlossen werden. Wo die ersten drei Bücher erklären wie Horus und seine Wölfe abfallen und sich den vier Chaosgöttern anschließen, ist es hier nicht klar. Die Death Guard bringt bereitwillig Opfer, doch neben Grulgor kann ich mir nach diesem Buch nicht zusammenreimen, wieso eine Million Astartes diese Kehrtwende machen und ihre Brüder und den Imperator verraten. Den Lunar Wolves kann ich nach drei Büchern aber ihre Entscheidung verzeihen.

Die Geschichte ist spannend, trotz oder gerade weil man das Schicksal von Istvaan bereits kennt und es hier nur von oben herab betrachtet.

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