Rezension: Galaxis in Flammen – Horus Heresy III

Die ersten drei Bände der Horus Heresy bilden das eigentliche Prequel um die Lunar Wolves und den Primarchen und Lieblingssohn Horus. Mit Tränen in den Augen fasse ich die Ereignisse zusammen und leite danach über in den Verrat der Legionen, der einen sieben Jahre andauernden Krieg entfesseln wird. Wir besehen uns Galaxis in Flammen.

Die Fakten

340 Seiten

Preis: ~17,00 €  //  Preis pro Seite: 5 Cent

Erschienen: April 2014

Autor: Ben Counter

Dauer des Hörbuchs: 11,5 Stunden (2019)

Herzlich Willkommen auf Istvaan

In Teil 1: Der Aufstieg des Horus wurde zunächst der Primarch Horus und seine Lunar Wolves vorgestellt. Der zweite Band enthüllte dann zum ersten Mal das Chaos und Horus wurde versucht. Teil 2: Falsche Götter handelt somit von in meinen Augen einer schlechten Motivation des Kriegsherrn und seinem merkwürdigen Dreh um 180° der Prinzipien. Hat man beide Bände gelesen, so erntet man hier die Früchte. Alles mündet in einer Zuspitzung der Lage im Orbit und letztendlich dem Planeten Istvaan. Zentrale Figur ist dabei neben Horus Lupercal wieder einmal der sympathische Garviel Loken mit seinen Brüdern aus anderen Orden der Death Guard oder Emperors Children.

Wir brauchen eine Religion

Die Iteratoren und Memoratoren an Bord der Geist der Rachsucht beginnen sich nach und nach um eine Künstlerin zu sammeln, die gemeinsam mit einem Freund predigt. Fotografin Keeler wird nach einem überlebten Angriff von Dämonen in der Bibliothek zu einer Heiligen erhoben, hat Visionen des Imperators und rettet vielen Menschen das Leben. Ignace Karkasy und Sindermann unterstützen sie dabei, Letzterer wird sich später übrigens zum allerersten Inquisitor aufschwingen und die Ordos gründen. Die Ironie des Ganzen trieft förmlich, kämpften doch die Space Marines Jahrhunderte lang um eben solche Religionen zu zerstören. Nun bildet sich im Herzen des Feldzugs nicht nur eine Religion, sondern um die Chaosgötter gleich eine zweite Stömung.

Trotz und Widerstand

Nicht allen gefällt das neue Auftreten der Sons of Horus. Mittlerweile gibt es verborgene Zweifel am Kriegsherrn und seinen Entscheidungen, doch die Istvaaner sind zunächst wichtiger. Die Menschen haben den Berichten nach mit Xenostechnologie und fremden Göttern die Sünde auf sich geladen und müssen ausgelöscht werden. Eine wilde Mischung aus verschiedenen Space Marines wird zusammen gestellt, damit diese an Punkten auf Istvaan 3 landen und den Planeten einnehmen. Neben den oben erwähnten Death Guards und Emperors Children schließen sich auch einige World Eater unter dem roten Engel Angron an. Diese sind in der Vergangenheit für brutalste Massaker verantwortlich, sollen sie nun erneut die Galaxis in Flammen hüllen. Oder zumindest Istvaan 3…

Brudermord

Fassungslos habe ich die Geschichte verfolgt, wie Horus den Befehl gibt Virus-Bomben freizusetzen. Ich wusste schon, dass er es tut, aber es ist schmerzlich, wenn man durch den Roman dabei sein kann! Mir läuft ein Schauder über den Rücken, wenn ich Garviel Loken Seite an Seite stehen sehe mit seinen Freunden und ein entfesselter Primarch Angron schneidet im Wahn seine eigene Legion nieder. Es tut weh seine Helden so sterben zu sehen und grade dies macht dieses Buch zu einer wirklichen Offenbarung. Trotz der Länge von 340 Seiten (oder 11,5 Stunden Hörzeit) kann ich mir durch das Leiden der Mensch-gewordenen Space Marines Galaxis in Flammen auch noch ein zweites oder sogar drittes Mal geben. Die Triologie zieht all die Stärken seiner vorangegangenen Bücher mit ins Finale und weiß ohne Fehler von sich zu überzeugen. Wer sich nun also denkt, dass die Motivation von Horus in Band 2 etwas kritisch ist, der sollte dies einfach mal als gegeben akzeptieren und kann Band 3 dann genießen. Spoiler: Band 5 und der Fall von Fulgrim sind wesentlich besser nach zu vollziehen und ebenso einen Blick wert! Wo Band 2 also nur mit 17 Punkten verbleibt, kann Band 3 die vollen 20 bekommen…

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